Lange Zeit haftete dem Vereinsheim ein eher biederer Ruf an: Rustikale Eichenmöbel, der Geruch von abgestandenem Bier und eine Einrichtung, die seit den 80er Jahren kein Update mehr erfahren hat. Doch wer heute durch die Kölner Kleingartenanlagen in Nippes, Poll oder Sülz streift, reibt sich verwundert die Augen. Eine neue Generation von Vorständen und Pächtern hat das Potenzial dieser versteckten Perlen erkannt und massiv investiert. Viele Vereinshäuser wurden in den letzten zwei Jahren kernsaniert und präsentieren sich heute mit moderner Lichttechnik, minimalistischem Interieur und professionellen Küchen, die jedem modernen Bistro Konkurrenz machen könnten.
In einer Stadt, in der die Mietpreise für Eventlocations in astronomische Höhen schießen, sind diese modernisierten Heime der Rettungsanker für das private Budget. Während man in der Innenstadt oft vierstellige Summen nur für die Raummiete zahlt, bieten Vereine ihre Säle oft zu Konditionen an, die auch für einen schmaleren Geldbeutel machbar sind. Ein großer Pluspunkt: Man ist hier oft sein eigener Chef. Ob man das Catering selbst mitbringt oder den Getränkekühlschrank auf Kommission füllt - die Flexibilität ist unschlagbar. Wer solche Geheimtipps in seinem Viertel sucht, findet auf www.partyraum-in-koeln.de oft Listen, die auch die kleineren, nicht so präsenten Vereinslokale berücksichtigen. Infos zur Vereinslandschaft und lokaler Brauchtumspflege gibt es zudem wie gewohnt auf den Internetseiten der Stadt Köln.
Welche Vereinsheime wurden "neu angestrichen"?
Wer eine Location sucht, die echtes Kölner Veedels-Gefühl versprüht und dabei den Geldbeutel schont, sollte den Blick auf die rechte Rheinseite nach Deutz richten. Am Kaltenbornweg, direkt an der Grenze zu Kalk und Humboldt-Gremberg, liegt die sportliche Heimat der Spielvereinigung Deutz 05. Das Vereinsheim dort ist kein steriler Event-Tempel, sondern ein Ort mit Seele, an dem man die Leidenschaft für den lokalen Fußball in jeder Ecke spürt. Für Familienfeste, runde Geburtstage oder Vereinsjubiläen bietet das Clubheim eine wunderbar unkomplizierte Kulisse, die genau das widerspiegelt, was Köln ausmacht: Geselligkeit und Bodenständigkeit.
Das Vereinsheim am Kaltenbornweg (Dr.-Simons-Straße 10, 50679 Köln) punktet vor allem durch seine funktionale Ausstattung und die fairen Konditionen. Während man in der Innenstadt oft für jeden Stehtisch extra zahlt, ist hier meist alles vorhanden, was man für eine solide Sause braucht. Besonders attraktiv ist die Außenfläche der Sportanlage, die gerade in den Sommermonaten für eine tolle Atmosphäre sorgt. Wer hier feiern möchte, sollte jedoch den Spielplan im Auge behalten, da der SV Deutz 05 für seine ambitionierte Jugendarbeit bekannt ist und der Platz am Wochenende oft hochfrequentiert wird. Aktuelle Tabellenstände und News zum Verein lassen sich übrigens prima auf Internetportalen verfolgen.
Die Erreichbarkeit ist einer der größten Pluspunkte: Die Haltestelle "Deutz Technische Hochschule" der KVB (Linien 1 und 9) ist nur wenige Gehminuten entfernt, sodass kein Gast auf sein Kölsch verzichten muss. Mietanfragen für das Vereinsheim sollten direkt an den Vorstand oder die Gastronomie des Vereins gerichtet werden. Man erreicht die Verantwortlichen telefonisch unter 0221-883604 oder per E-Mail unter info@deutz05.de. Weitere Details zum Verein und zur Anlage findet man auf der offiziellen Webseite www.deutz05.de.
In Poll ist das Vereinshaus des Poller Fischerhauses (Weidenweg 46, 51105 Köln) eine Institution, die Tradition mit einer tollen Terrasse kombiniert.
Kontakt unter 0221-8300610 oder www.poller-fischerhaus.com.
Wer im Kölner Westen sucht, sollte sich das Clubheim des SC West Köln (Amselstraße 3, 50829 Köln) ansehen, das für private Events sehr offen ist.
Erreichbar unter 0221-584344 oder via www.scwestkoeln.de.
Da viele dieser Heime in Grünanlagen liegen, ist die Anreise mit der KVB meist ein kleiner Spaziergang, der sich lohnt. Aber Achtung: Gerade weil diese Orte jetzt so "hip" und günstig sind, sind die Wochenenden im Sommer oft schon ein Jahr im Voraus ausgebucht. Ein echter Insider-Trick ist die Suche über Kleinanzeigen.de. Dort schalten Vereine manchmal Anzeigen, wenn sie kurzfristige Stornierungen haben oder neue Pächter ihre Räumlichkeiten bekannt machen wollen. Wer hier schnell ist, kann ein echtes Schnäppchen im Grünen machen, ohne auf den Komfort einer modernen Location verzichten zu müssen.
Der Trend zeigt deutlich: Die Kölner feiern wieder gerne "bei sich" im Veedel. Die Renaissance der Vereinsheime ist eine wunderbare Nachricht für alle, die Wert auf Gemeinschaft, Bodenständigkeit und ein faires Preis-Leistungs-Verhältnis legen. Wenn dann noch die Sonne über der Gartenanlage untergeht und der Grill glüht, weiß man wieder, warum Köln eigentlich ein großes Dorf ist, in dem man überall ein Zuhause für seine Party finden kann.
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